Cherub ähnelt auf römischer Freske Giorgia Meloni

Diözese Rom leitet Untersuchung ein – Restaurierung entfacht öffentliche Debatte

In Rom sorgt eine Kunstrestaurierung für Aufsehen. Nach Arbeiten an einer Freske in der Kirche San Lorenzo in Lucina ähnelt ein dargestellter Cherub auffällig der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Die römische Diözese kündigte daraufhin eine Untersuchung an, wie die Nachrichtenagentur ANSA am Montag, dem 2. Februar, berichtete.

Der Restaurator Bruno Ventinetti erklärte, er habe lediglich die ursprünglichen Linien der Freske rekonstruiert und keinerlei Absicht gehabt, dem Engel die Züge einer realen Person zu verleihen. Dennoch löste der Vorfall eine kontroverse Debatte in der italienischen Öffentlichkeit aus. Oppositionsparteien fordern ein transparentes Verfahren, um mögliche Verantwortlichkeiten zu klären.

Meloni selbst reagierte gelassen und mit Humor. In sozialen Netzwerken kommentierte sie den Wirbel mit den Worten: „Sehe ich wirklich wie ein Cherub aus?“. Auch innerhalb der Kirche stieß die Ähnlichkeit auf Unbehagen. Man werde „unverzüglich die notwendigen Ermittlungen einleiten, um mögliche Verantwortlichkeiten der beteiligten Parteien festzustellen“, hieß es in einer Stellungnahme.

Der Fall entfacht zudem eine grundsätzliche Diskussion über Restaurierungspraxis und künstlerische Interpretation – vor dem Hintergrund jüngster Kulturprojekte im Vatikan, darunter die Präsentation einer bedeutenden Freskenhalle von Raphael im vergangenen Sommer.

Von admin

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