Haftstrafen wegen Terrorismus Dänimark

Gericht verurteilt zwei junge Täter zu 12 und 14 Jahren Gefängnis

Ein Gericht in Dänemark hat zwei junge Männer wegen terroristischer Straftaten zu langen Haftstrafen verurteilt. Ein 18-Jähriger erhielt 12 Jahre, ein 21-Jähriger 14 Jahre Gefängnis. Beide wurden zudem wegen versuchten Mordes an Bewohnern eines Wohnhauses schuldig gesprochen. Vom Vorwurf, das Leben und die körperliche Sicherheit der Soldaten gefährdet zu haben, die die Israelische Botschaft in Kopenhagen bewachten, wurden sie jedoch freigesprochen.

Nach Angaben der Kopenhagener Polizei warfen die Täter Handgranaten, um „die israelische und die dänische Bevölkerung ernsthaft einzuschüchtern“. Deshalb sei die Tat rechtlich als terroristischer Angriff einzustufen. Zum Zeitpunkt der Tat waren die Verurteilten 16 und 18 Jahre alt.

Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden gemeinschaftlich und nach vorheriger Absprache handelten und dabei von nicht identifizierten Komplizen unterstützt wurden, die einer kriminellen Netzwerkstruktur in Schweden angehören sollen. Einer der Verurteilten wird auch in Schweden strafrechtlich verfolgt – unter anderem wegen eines Schusswaffenangriffs auf die israelische Botschaft in Stockholm.

Dieser Angeklagte räumte ein, Mitglied einer kriminellen Bande gewesen zu sein. Er habe angegeben, während seiner Schulzeit rekrutiert worden zu sein. Der Fall wirft erneut Fragen zur Radikalisierung Jugendlicher, zur Rolle transnationaler krimineller Netzwerke sowie zur Sicherheit diplomatischer Einrichtungen in Nordeuropa auf.

Von admin

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