EU drängt G7 zu hartem Vorgehen gegen Russlands Schattenflotte

Vollständiges Verbot maritimer Dienstleistungen für russische Tanker im Gespräch

Die Europäische Kommission schlägt den Staaten der G7 einen koordinierten harten Schlag gegen den russischen „Schattenflotte“-Sektor vor. Konkret geht es um ein umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen für russische Öltanker, wie Euronews am Freitag, dem 6. Februar, berichtet.

Nach Angaben aus EU-Kreisen prüft Brüssel, den bisherigen Ölpreisdeckel durch ein striktes Dienstleistungsverbot zu ersetzen. Dieses würde Versicherungen, Rückversicherungen, technische Wartung, Hafenservices und weitere Schifffahrtsleistungen für Tanker der russischen Schattenflotte untersagen. Die Maßnahme soll Teil des 20. EU-Sanktionspakets werden, das an den Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine geknüpft ist.

Parallel dazu hat die EU Konsultationen mit den G7-Partnern aufgenommen. Mehrere Diplomaten betonten gegenüber Euronews, dass ein gemeinsames Vorgehen – insbesondere mit den USA – die Einnahmen des russischen Energiesektors deutlich stärker treffen könnte als bisherige Maßnahmen. Bislang waren maritime Dienste erlaubt, sofern Tanker den G7-Preisdeckel einhielten.

Ein vollständiges Verbot gilt in Brüssel als wirksamer und praktikabler: Es würde die Kosten für russische Öltransporte massiv erhöhen, die Umsetzung für EU-Mitgliedstaaten vereinfachen und gezielt Sanktionsumgehungen bekämpfen – etwa durch gefälschte Dokumente, die Moskau laut EU häufig einsetzt. Beobachter werten den Vorstoß als möglichen Paradigmenwechsel in der Sanktionsstrategie gegen Russland.

Von admin

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