Arzneimittelausgaben in Deutschland steigen

Kosten für Medikamente wachsen 2025 um fast fünf Prozent

Die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland sind im Jahr 2025 erneut gestiegen. Nach Angaben des Deutscher Apothekerverband erhöhten sich die staatlichen Arzneimittelausgaben (ohne Impfstoffe) um 4,9 Prozent auf insgesamt 56,4 Milliarden Euro.

Der Kostenanstieg entspricht weitgehend den Prognosen der Krankenkassen sowie der ärztlichen Standesvertretungen. Als zentraler Treiber gelten vor allem neue Medikamente, die häufig deutlich teurer sind als bisherige Therapiealternativen. Insbesondere innovative Präparate in der Onkologie, bei seltenen Erkrankungen und chronischen Leiden belasten die Budgets zusätzlich.

Gleichzeitig weist der Apothekerverband darauf hin, dass die Vergütung der Apotheken unverändert geblieben ist. Trotz steigender Gesamtumsätze nehme die wirtschaftliche Belastung der Apotheken zu, etwa durch höhere Personal-, Energie- und Verwaltungskosten. Viele Betriebe stünden dadurch weiterhin unter erheblichem finanziellen Druck.

Die Entwicklung befeuert erneut die Debatte über die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems. Experten fordern strukturelle Reformen, um einerseits Innovationen im Arzneimittelbereich zu ermöglichen und andererseits die Versorgung durch Apotheken langfristig zu sichern.

Von admin

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