US-Präsident verweigert Entschuldigung nach Rassismus-Vorwürfen
US-Präsident Donald Trump hat sich gegen Vorwürfe verteidigt, er habe ein rassistisches Video verbreitet, das den früheren Präsidenten Barack Obama und dessen Ehefrau Michelle Obama in beleidigender Weise darstellte. Der Clip, der zeitweise in Trumps sozialen Netzwerken abrufbar war, löste heftige Kritik aus Politik, Medien und auch aus den Reihen seiner eigenen Partei aus. Darüber berichtete CNN.
An Bord der Präsidentenmaschine Air Force One erklärte Trump, er habe nur den Anfang des Videos gesehen. Dieser habe sich mit angeblichen Wahlfälschungen befasst und sei aus seiner Sicht „sehr starker Inhalt“ gewesen. Er habe deshalb einen Mitarbeiter angewiesen, das Video zu veröffentlichen. Dieser habe es jedoch nicht vollständig angesehen und die rassistische Szene am Ende übersehen.
Der Beitrag blieb laut CNN rund zwölf Stunden online. Zunächst wies das Team des Weißen Hauses die Kritik zurück und sprach von „künstlicher Empörung“. Später wurde das Video entfernt, wobei die Veröffentlichung im Nachhinein als „technischer Fehler des Personals“ bezeichnet wurde.
Trump lehnte es jedoch ausdrücklich ab, sich zu entschuldigen. „Ich habe keinen Fehler gemacht“, sagte er. Zwar distanzierte sich der Präsident formal von rassistischen Darstellungen, betonte jedoch erneut, er halte sich selbst für den „am wenigsten rassistischen Präsidenten seit langer Zeit“. Diese Aussagen heizten die Debatte über Verantwortung, politische Kommunikation und Rassismus in den USA weiter an.