US-Streitkräfte entern den Tanker Aquila II und begründen den Einsatz mit der Durchsetzung internationaler Sanktionen.
Die Streitkräfte der USA haben im Indischer Ozean einen unter Sanktionen stehenden Öltanker abgefangen und geentert. Dabei handelt es sich um das Schiff Aquila II, wie das US-Verteidigungsministerium am Montag, dem 9. Februar, mitteilte.
Laut einer Erklärung des Pentagons erfolgte die Abfangaktion während der Nacht und verlief ohne Zwischenfälle. Der Einsatz fand im Verantwortungsbereich des Indo-Pazifisches Kommando der USA statt. Die Mitteilung wurde über die Plattform X veröffentlicht.
Nach Angaben des US-Militärs hatte der Tanker gegen einen von Präsident Donald Trump verhängten Quarantäneerlass für sanktionierte Schiffe verstoßen, der ursprünglich für den Karibikraum galt. US-Einheiten verfolgten das Schiff daraufhin über große Entfernungen, bis es schließlich im Indischen Ozean gestoppt wurde.
Das Verteidigungsministerium erklärte, man werde nicht zulassen, dass illegale Akteure oder deren Unterstützer der amerikanischen Seemacht in internationalen Gewässern entgegenwirken. Der Einsatz sei ein klares Signal zur konsequenten Durchsetzung von Sanktionen und zur Sicherung globaler Seewege.
Bei der Aquila II handelt es sich um einen unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker, der dem sogenannten „Schattenflotte“-Netzwerk **Russland**s zugerechnet wird. Solche Schiffe werden häufig für den Transport von sanktionierter russischer und venezolanischer Öl eingesetzt, um internationale Beschränkungen zu umgehen.
Der Vorfall verdeutlicht die wachsende Bereitschaft der USA, auch weit außerhalb ihrer unmittelbaren Einflusszonen gegen mutmaßliche Sanktionsverstöße vorzugehen.