Mit einer neuen Arktis-Initiative will das Bündnis seine militärische Präsenz stärken und Spannungen innerhalb der Allianz abbauen.
Die NATO hat den Beginn der Mission „Arctic Sentry“ bekannt gegeben. Ziel der Initiative ist es, die militärische Koordination und Präsenz der Bündnispartner in der Arktis auszubauen. Hintergrund sind interne Spannungen innerhalb des Bündnisses, die unter anderem durch Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zur möglichen Kontrolle über Grönland ausgelöst wurden. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Die Mission soll künftig die militärischen Aktivitäten der Alliierten im arktischen Raum bündeln, darunter gemeinsame Manöver, Überwachungsmaßnahmen und strategische Abstimmungen. Damit reagiert die NATO auf die wachsende geopolitische Bedeutung der Region, die durch den Klimawandel, neue Schifffahrtsrouten und den Zugang zu Rohstoffen zunehmend in den Fokus rückt.
Der Oberste Alliierte Befehlshaber in Europa, US-Luftwaffengeneral Alexus Grynkewich, betonte, „Arctic Sentry“ unterstreiche das klare Bekenntnis des Bündnisses zur Verteidigung seiner Mitgliedstaaten und zur Wahrung der Stabilität in einer der strategisch sensibelsten und zugleich ökologisch anspruchsvollsten Regionen der Welt.
Nach seinen Worten nutzt die Mission die bestehenden Fähigkeiten der NATO, um die territoriale Integrität der Alliierten zu sichern und die Sicherheit im arktischen Raum langfristig zu gewährleisten.
Mit „Arctic Sentry“ sendet die NATO ein Signal der Geschlossenheit und strategischen Handlungsfähigkeit in einem Gebiet, das zunehmend im Zentrum internationaler Sicherheitsinteressen steht.