Batterie mit stabiler Leistung bei −34 °C

Eine neuartige Flüssig-Feststoff-Lithiumbatterie behält selbst bei extremem Frost über 85 % ihrer Kapazität und wurde bereits in Drohnen getestet.

Wissenschaftler in China haben eine innovative Lithiumbatterie entwickelt, die auch bei extrem niedrigen Temperaturen zuverlässig arbeitet. Wie das Fachportal CarNewsChina berichtet, handelt es sich um eine neuartige Flüssig-Feststoff-Batterie, die bei −34 °C nach acht Stunden Betrieb noch mehr als 85 % ihrer effektiven Kapazität bewahrte.

Die Entwicklung stammt vom Dalian Institute of Chemical Physics, das zur Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) gehört. Die Leistungsfähigkeit der Batterie wurde unter realen Bedingungen erprobt – unter anderem in industriellen Drohnen sowie in robotischen Simulationssystemen. Dabei funktionierte die Energieversorgung stabil, ohne dass zusätzliche Wärmedämmung erforderlich war.

Technologisch kombiniert das System einen speziell entwickelten Niedrigtemperatur-Elektrolyten mit einem Flüssig-Feststoff-Funktionsseparator und einem KI-gestützten Energiemanagementsystem. Diese Architektur stabilisiert die Energieabgabe bei starkem Frost und reduziert den typischen Kapazitätsverlust herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien, der bei Temperaturen unter −20 °C häufig drastisch ausfällt.

Projektleiter Zhang Meng erklärte, dass die neue Struktur das Risiko eines vollständigen Leistungsversagens unter extremen Kältebedingungen deutlich senke. Gerade in Regionen mit rauem Klima sei dies ein entscheidender technologischer Fortschritt.

Als erste Einsatzbereiche gelten industrielle Drohnen für Inspektionen, Logistik und Notfallkommunikation sowie Robotersysteme, die in Hochgebirgsregionen oder im Winterbetrieb eingesetzt werden. Langfristig könnte die Technologie auch für Elektrofahrzeuge und stationäre Energiespeicher in kalten Klimazonen von Bedeutung sein.

Von admin

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