Merz plant Rentenreform ab 2026

Die gesetzliche Rente soll bestehen bleiben, doch private Vorsorge und Betriebsrenten rücken stärker in den Mittelpunkt.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt eine umfassende Reform der Altersvorsorge in Deutschland an. Bereits im Jahr 2026 soll ein neues Rentenmodell auf den Weg gebracht werden, das die bisherige Struktur grundlegend verändert.

Nach den Plänen von Merz bleibt die gesetzliche Rente zwar erhalten, soll jedoch künftig nur noch einen Teil der gesamten Altersabsicherung darstellen. Im Zentrum der Reform stehen verstärkte private Vorsorge sowie der Ausbau betrieblicher Rentenprogramme. Der Kanzler sprach in diesem Zusammenhang von einem „Paradigmenwechsel“ in der deutschen Rentenpolitik.

Hintergrund sind die demografischen Herausforderungen: Eine alternde Bevölkerung, steigende Lebenserwartung und eine schrumpfende Zahl von Beitragszahlern erhöhen den Druck auf das umlagefinanzierte System. Durch eine stärkere Kapitaldeckung soll die langfristige Stabilität der Altersvorsorge gesichert werden.

Geplant ist unter anderem, steuerliche Anreize für private Rentenmodelle auszubauen und Unternehmen stärker in die betriebliche Altersvorsorge einzubinden. Ziel ist eine breitere Diversifizierung der Einkommensquellen im Ruhestand.

Kritiker warnen jedoch vor möglichen sozialen Ungleichheiten, da nicht alle Beschäftigten gleichermaßen von privaten Sparmodellen profitieren könnten. Befürworter sehen hingegen die Chance, das Rentensystem zukunftsfest zu machen und die finanzielle Eigenverantwortung zu stärken.

Die geplante Rentenreform 2026 dürfte damit zu den zentralen innenpolitischen Projekten der Bundesregierung zählen und eine intensive gesellschaftliche Debatte auslösen.

Von admin

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