Saudi Aramco erhöht Öl-Lieferungen nach China

Preis für Arab Light sinkt auf Mehrjahrestief – zusätzliche Mengen auch für indische Raffinerien.

Der saudische Staatskonzern Saudi Aramco plant laut Marktteilnehmern, seine Rohöllieferungen nach China im März deutlich auszuweiten. Händler berichten, dass rund 56 bis 57 Millionen Barrel zur Verschiffung vorgesehen sind – ein spürbarer Anstieg gegenüber etwa 48 Millionen Barrel im Februar.

Parallel dazu senkte Aramco den offiziellen Verkaufspreis (OSP) für die Referenzsorte Arab Light auf den niedrigsten Stand seit Ende 2020. Hintergrund sind anhaltende Sorgen über ein mögliches globales Überangebot am Ölmarkt. Allerdings fiel die Preissenkung geringer aus als von vielen Marktbeobachtern erwartet.

Die Anpassung macht saudisches Rohöl im Vergleich zu anderen Anbietern auf dem regionalen Spotmarkt wettbewerbsfähiger. Insbesondere asiatische Käufer profitieren von der attraktiveren Preisgestaltung, da sie flexibler zwischen Vertrags- und Spotkäufen wechseln können.

Auch Indien erhält im März zusätzliche Mengen. Indische Raffinerien sollen mindestens eine Million Barrel mehr beziehen als in ihren langfristigen Lieferverträgen vorgesehen. Im Februar lag das zusätzliche Volumen noch bei mindestens zwei Millionen Barrel.

Die Entwicklung unterstreicht die strategische Bedeutung Asiens für Saudi Aramco. China und Indien zählen zu den größten Rohölimporteuren weltweit und spielen eine zentrale Rolle für die Absatzstrategie des Konzerns. Die Kombination aus höheren Liefermengen und angepassten Preisen deutet auf einen intensiveren Wettbewerb um Marktanteile in der Region hin.

Analysten sehen darin ein Signal, dass Saudi-Arabien trotz globaler Unsicherheiten aktiv versucht, seine Position auf den wichtigsten Wachstumsmärkten zu festigen.

Von admin

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