Artemis II soll frühestens am 6. März 2026 starten – Crew befindet sich bereits in Quarantäne.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den frühestmöglichen Termin für den bemannten Mondflug der Mission Artemis II auf den 6. März 2026 festgelegt. Bereits am 20. Februar begann die vierköpfige Crew in Houston mit der obligatorischen Vorstart-Quarantäne.
Zum Team gehören die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen von der Canadian Space Agency. Die etwa zweiwöchige Isolation ist Standard bei bemannten Raumfahrtmissionen und dient dazu, das Risiko von Infektionen unmittelbar vor dem Start zu minimieren.
Artemis II wird der erste bemannte Flug der neuen Schwerlastrakete Space Launch System (SLS) in Kombination mit dem Raumschiff Orion sein. Die Astronauten sollen den Mond auf einer sogenannten „Achterbahn“-Flugbahn umrunden, ohne auf der Oberfläche zu landen. Die Missionsdauer ist mit rund zehn Tagen geplant.
Ziel des Fluges ist es, alle Systeme unter realen Bedingungen zu testen und die Grundlage für zukünftige Landemissionen zu schaffen, insbesondere für Artemis III, bei der wieder Menschen auf dem Mond landen sollen.
Vor Beginn der Quarantäne absolvierte die Crew eine abschließende integrierte Trainingssimulation. Zudem führte die NASA am 19. Februar eine zweite „Wet Dress Rehearsal“ durch – einen vollständigen Testlauf inklusive Betankung mit kryogenen Treibstoffen, Countdown-Prozedur und sicherem Ablassen der Komponenten. Nach der Behebung technischer Probleme, darunter eine zuvor festgestellte Wasserstoffleckage, verlief der Test stabil.
Die endgültige Startfreigabe soll nach Auswertung aller Testergebnisse sowie Abschluss der Vorbereitungen am Startkomplex 39B im Kennedy Space Center erfolgen. Die Crew wird etwa fünf Tage vor dem geplanten Start nach Florida reisen.
Mit Artemis II kehren erstmals seit über 50 Jahren wieder Astronauten über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus in Richtung Mond zurück. Der letzte vergleichbare Flug fand im Dezember 1972 mit Apollo 17 statt.