Intensive Artillerie entlang der Grenze – Taliban signalisieren Gesprächsbereitschaft
Die Lage zwischen Pakistan und Afghanistan hat sich am Abend des 28. Februar deutlich verschärft. Entlang der gemeinsamen Grenzlinie ist es zu aktiven Gefechten gekommen. Wie Reuters berichtet, sprechen Anwohner in pakistanischen Grenzregionen von anhaltendem, intensivem Artilleriebeschuss.
Offizielle Stellungnahmen beider Regierungen lagen zunächst nicht vor.
Vorbereitung größerer Bodenoperationen?
Korrespondenten der Nachrichtenagentur unter Berufung auf militärische Quellen gehen davon aus, dass die aktuellen Angriffe möglicherweise der Vorbereitung umfassender Bodenoperationen dienen könnten. Demnach versuchen Einheiten beider Armeen, gegnerische Feuerstellungen entlang weiter Teile der Grenzregion auszuschalten.
Die Gefechte begannen nach Sonnenuntergang und dauern seit mehreren Stunden an. Die betroffenen Grenzabschnitte gelten seit Jahren als sicherheitspolitisch sensibel.
Taliban bieten Gespräche an
Vertreter der Taliban, die in Afghanistan die Macht ausüben, erklärten unterdessen ihre Bereitschaft zu Verhandlungen. Nach Berichten über Luftangriffe auf Kabul und andere größere Städte betonte Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid, der „Islamische Emirat Afghanistan“ strebe grundsätzlich eine Lösung durch Dialog an.
Man sei an einem friedlichen Austausch mit Pakistan interessiert, um die Spannungen zu entschärfen.
Regionale Stabilität unter Druck
Die erneuten Gefechte erhöhen die Spannungen in einer ohnehin fragilen Region. Die pakistanisch-afghanische Grenze war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz bewaffneter Zwischenfälle.
Internationale Beobachter warnen vor einer weiteren Eskalation, die sowohl die regionale Sicherheit als auch die humanitäre Lage erheblich beeinträchtigen könnte.