Trump nennt mögliche Kandidaten für Irans Führung

Washington setzt Militäroperation fort – Übergangsmodell bleibt offen

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er verfüge über drei mögliche Kandidaten für die künftige Führung im Iran. In einem Interview mit der The New York Times betonte er jedoch, dass derzeit die laufende Operation gegen Teheran im Vordergrund stehe.

„Ich habe drei sehr gute Kandidaten. Ich werde ihre Namen heute nicht nennen. Lassen Sie uns zuerst unsere Arbeit erledigen“, sagte Trump.

Übergangskomitee in Teheran

Am 1. März hatte der iranische Sicherheitsvertreter Ali Larijani erklärt, dass ein temporäres Komitee die Regierungsgeschäfte übernehmen werde, bis ein Nachfolger für das Amt des Obersten Führers bestimmt sei.

Larijani hatte zuvor die abrupt beendeten Gespräche über ein mögliches Nuklearabkommen mit den USA geleitet. Im Januar 2026 verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen ihn – unter anderem wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung regierungskritischer Proteste.

Auf die Frage, ob Larijani selbst als möglicher Regierungschef infrage komme, reagierte Trump ausweichend.

Militär und Revolutionsgarde im Fokus

Trump deutete an, dass lokale Streitkräfte, einschließlich der Islamische Revolutionsgarde (IRGC), ihre Waffen an die Bevölkerung übergeben könnten. Details zu einem konkreten Machtübergangsplan nannte er jedoch nicht.

Verweis auf Venezuela-Modell

Zudem verwies Trump auf die jüngsten Entwicklungen in Venezuela. Er sprach von einem „idealen Szenario“, das sich seiner Ansicht nach auch auf Iran übertragen lasse. Gemeint war die politische Strategie gegenüber der Regierung von Nicolás Maduro.

Berichten zufolge wiesen jedoch mehrere Berater des Präsidenten darauf hin, dass die politischen, kulturellen und historischen Unterschiede zwischen Venezuela und Iran eine direkte Übertragung dieses Modells äußerst unwahrscheinlich machten.

Unsichere Perspektive für Teheran

Die Aussagen unterstreichen die anhaltende Unsicherheit über die politische Zukunft Irans. Während Washington militärisch aktiv bleibt, ist unklar, welche konkrete Regierungsform oder Führungspersönlichkeit in Teheran etabliert werden könnte.

Internationale Beobachter erwarten intensive diplomatische und sicherheitspolitische Debatten in den kommenden Wochen.

Von admin

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