Die deutsche Regierung prüft Maßnahmen, um eine mögliche Reaktivierung der Pipeline Nord Stream 2 zu verhindern. Dies geschieht vor dem Hintergrund geheimer Verhandlungen zwischen den USA und Russland über einen möglichen Verkauf des beschädigten Gasleitungsnetzes an amerikanische Investoren. Darüber berichten BILD und die Financial Times.
In den vergangenen Wochen gab es Gespräche über einen möglichen Eigentümerwechsel der Pipeline. In der Bundesregierung sind Gerüchte über eine mögliche Einigung zwischen Moskau und dem Umfeld von Donald Trump bereits seit längerer Zeit bekannt.
Der deutsche Politiker Roderich Kiesewetter betonte, dass Nord Stream 2 niemals Teil eines Friedensabkommens sein werde und stattdessen die Verbindung zwischen dem Kreml und der MAGA-Bewegung in den USA stärken würde.
Laut BILD soll der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, an den geheimen Verhandlungen beteiligt gewesen sein – eine Behauptung, die Grenell als „Fake News“ zurückwies.
Das Bundeswirtschaftsministerium unterstrich erneut, dass die Unabhängigkeit von russischem Gas strategische Priorität habe. Zudem sei Nord Stream 2 nicht zertifiziert und könne daher nicht in Betrieb genommen werden.