Polen erwägt Verbot chinesischer Elektroautos

Sicherheitsbedenken wegen Datensammlung – Armee bereitet landesweite Direktive vor

Polen prüft Sicherheitsbeschränkungen für chinesische Elektroautos. Nach einem Bericht von Carscoops erwägen die polnischen Behörden, E-Fahrzeuge chinesischer Herkunft von Militärgeländen und angrenzenden Parkflächen auszuschließen. Begründet wird dies mit dem Risiko, dass die in modernen Autos verbauten Technologien für Überwachung und Datensammlung missbraucht werden könnten.

Ein ähnlicher Schritt wurde bereits im Vereinigtes Königreich vollzogen, wo chinesische E-Autos keinen Zugang zu militärischen Zonen haben. Moderne Fahrzeuge sind mit Kameras, Radaren, Sensoren und vernetzten Systemen ausgestattet, die potenziell sensible Informationen erfassen können.

In einer polnischen Studie werden solche Fahrzeuge als „Smartphones auf Rädern“ bezeichnet. Sie seien in der Lage, die Umgebung zu scannen, Geodaten zu sammeln und weitere Informationen zu erfassen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten. „Intelligente Fahrzeuge verfügen über enorme Datenerfassungsfähigkeiten durch hochauflösende Kameras, Sensorik und LiDAR-Systeme mit aktivem 3D-Mapping“, erklärte die Studienautorin Polina Uznanska.

Erwartet wird, dass der Chef des Generalstabs der polnischen Streitkräfte, General Wiesław Kukuła, in Kürze eine offizielle Direktive erlässt, die den Einsatz chinesischer Fahrzeuge auf allen Militärstandorten des Landes untersagt. Das Ministerium für Nationale Verteidigung Polens bestätigte, dass eine entsprechende Politik derzeit ausgearbeitet wird.

Die möglichen Einschränkungen könnten nicht nur Marken wie BYD, MG, Nio, Xpeng oder Aiways betreffen, sondern alle Fahrzeuge, die Software oder Sensorkomponenten chinesischer Herkunft verwenden.

Von admin

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