Die USA befinden sich kurz vor dem Abschluss mehrerer Handelsabkommen, um drohende Strafzölle abzuwenden. Das kündigte US-Finanzminister Scott Bessent am Sonntag, dem 6. Juli, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an.
Bessent erklärte, dass Präsident Donald Trump zeitnah Briefe an rund 100 kleinere Staaten verschicken werde, mit denen die USA derzeit nur begrenzte Handelsbeziehungen unterhalten. In diesen Schreiben werde Washington klarstellen, dass diese Länder ab dem 1. August wieder mit den erhöhten Zöllen rechnen müssen, die ursprünglich am 2. April in Kraft treten sollten, jedoch vorübergehend bis zum 9. Juli ausgesetzt wurden.
„Der Präsident macht deutlich: Entweder wir erzielen rasch Fortschritte, oder ab dem 1. August kehren die höheren Zölle automatisch zurück“, so Bessent. Gleichzeitig betonte er, dass es sich dabei nicht um ein offizielles neues Verhandlungsdatum handle, sondern um eine feste Umsetzung.
Die US-Regierung fokussiert sich insbesondere auf 18 Handelspartner, die für 95 Prozent des US-Handelsdefizits verantwortlich seien. Laut Bessent habe es bei den Verhandlungen bislang wenig Tempo gegeben.
Welche Länder konkret kurz vor einer Einigung stehen, wollte der Finanzminister nicht nennen, um „keinen politischen Druck herauszunehmen“.