New Yorks Bürgermeister legt Amtseid auf dem Koran ab

Zum ersten Mal in der Geschichte von New York City hat ein Bürgermeister seinen Amtseid auf dem Koran abgelegt. Der neu gewählte Bürgermeister Zohran Mamdani schwor bei seiner Vereidigung auf das heilige Buch des Islam. Darüber berichtete am Donnerstag die Nachrichtenagentur Associated Press.

In den USA ist es üblich, dass Amtsträger ihren Eid auf ein religiöses Werk ihrer eigenen Glaubensrichtung leisten. Am häufigsten wird dabei die Bibel verwendet, da ein Großteil der gewählten Beamten christlichen Konfessionen angehört. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Nutzung eines bestimmten religiösen Textes jedoch nicht.

Der 34-jährige Mamdani ist Muslim. Für die Zeremonie wurden zwei Korane verwendet: ein Exemplar aus dem Besitz seines Großvaters sowie eine seltene Taschenversion aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert. Dieses historische Buch stammt aus der Sammlung des Schomburg Center for Research in Black Culture, das Teil der New York Public Library ist. Nach der Amtseinführung soll der Koran öffentlich in der Bibliothek ausgestellt werden.

Zohran Mamdani gehört der Demokratische Partei der USA an. Nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten und der republikanischen Mehrheit im US-Kongress im Jahr 2024 nahmen in den Vereinigten Staaten öffentliche Feindseligkeiten gegenüber Muslimen zu. Auch Mamdanis Wahlkampf war von Falschbehauptungen betroffen, darunter Vorwürfe, er wolle religiöse Kleidung wie den Hidschab vorschreiben.

Der neue Bürgermeister erklärte jedoch, dass die Anfeindungen seine Entschlossenheit gestärkt hätten, seine religiöse Identität offen und selbstbewusst zu zeigen.

Von admin

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