Bei der Feier zum 35. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR räumte Bundeskanzler Olaf Scholz ein, dass nach der Wiedervereinigung viele Fehler gemacht wurden. „Ich möchte das klarstellen: Die Selbstgefälligkeit der westdeutschen Republik hat ebenfalls zu Enttäuschungen und Narben in den Jahren des Umbruchs beigetragen“, erklärte der SPD-Politiker bei einer Zeremonie im Gewandhaus in Leipzig.

Die Bürger der ehemaligen DDR hätten die Ignoranz Westdeutschlands in den Jahren nach der Wiedervereinigung zu spüren bekommen. „Der Mangel an Respekt hinterlässt Narben, und auch das ist 35 Jahre später noch spürbar“, sagte Scholz. Doch dieses Wissen sei nutzlos, wenn es nicht als Ansporn diene, in der Zukunft mehr zu erreichen. „Wir sind ein Volk – trotz aller Schwierigkeiten, trotz aller Fehler, trotz aller Widerstände“, betonte der Kanzler.

Von admin

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